„HR-Trends gefragt“: Thorsten zur Jacobsmühlen über Trends im Recruiting

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Zum Abschluss unserer Experteninterviews von der Zukunft Personal haben wir uns ein spannendes Gespräch mit Thorsten zur Jacobsmühlen aufgehoben. Thorsten schreibt auf Blogaboutjob über „News rund um Job, Karriere & Recruiting“. Er ist schon seit 1995 im Bereich Online-Recruiting tätig. Aktuell berät er Unternehmen bzw. Personaler als Recruiting Stratege.

In unserem Gespräch haben wir Thorsten zu seiner Einschätzung bzgl. kommender HR-Trends befragt:

Fach- und Führungskräften empfiehlt er ihre Online-Reputation zu überprüfen und aktiv Social Networks wie Facebook, Xing oder LinkedIn zu nutzen. So kann auch in Zukunft die eigene Karriere beschleunigt werden.

Spätestens nach der Krise erwartet er auf dem Arbeitsmarkt eine weitere Verschärfung des Fach- und Führungskräftemangels. Darauf müssen sich auch die Personalabteilungen einstellen. So gilt es nicht nur aktiv suchende Kandidaten über Stellenanzeigen zu erreichen, sondern als Unternehmen auch aktives Recruiting zu betreiben. Zum Beispiel über einen frischen Pool qualifizierter Kandidaten.

Außerdem wird sich der Job der Personaler verändern. Recruiter werden ihre Arbeit in Zukunft deutlich stärker messen lassen müssen. Beim HR-Controlling werden z.B. vermehrt einzelne Recruiting-Kanäle miteinander verglichen und je nach Erfolg ausgebaut oder eingestellt. Interessante Größe ist z.B. die Messung des Herkunfts-Traffics von Stellenanzeigen etwa durch einen Tracker. Dabei wird die Stellenanzeige mittelfristig eine von mehreren Kanälen sein.

Einen interessanten Ausblick gibt Thorsten auf Mobile Recruiting, welches er noch sehr in den Anfängen sieht. Eine Herausforderung sind die Apps, die aktuell im Wesentlichen die Stellenbörsen replizieren. Ob das der User will ist fraglich. In Zukunft erwartet er daher eine multifunktionale Nutzung. So wird das Recruiting über Social Media vermehrt über Smartphones notwendig sein, da sich die Zielgruppe dort aufhält bzw. aufhalten wird. Klassische Stellenbörsen werden eher ein „schmückendes Beiwerk“ für die Smartphone-Nutzung sein. Diese durchstöbern Bewerber auch in Zukunft mehrheitlich über Ihren PC.

Persönliche Randnotiz: Mit meinem Friseur muss ich nochmal reden 😉