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Was man Schwarz auf Weiß besitzt: Bücher zu Employer Branding

Die Ferienzeit ist vorerst zu Ende, Beckett und Larsson, Meyer und Gilbert, Grass und Jaud verschwinden mit ihrem gehörigen Zusatz von Sonnenöl und Strandsand im Regal – was für eine gute Gelegenheit, jetzt wieder einen Blick in die Fachliteratur zum Thema Arbeitgeberattraktivität zu werfen. Schließlich sammeln sich exzellente Ideen und lehrreiche Analysen zu Recruiting und Arbeitgebermarkenführung nicht nur in Online-Quellen und den Expertisen der Berater, sondern auch – ganz klassisch – in gedruckter Form. Die Bücher zu Employer Branding sind mittlerweile zahlreich, die Autoren teils akademisch und oft auch pragmatisch. Eine gewisse Orientierung tut daher Not, um Werke zu finden, die zum eigenen Leseinteresse passen.

Dabei ist dieser Online-Bericht über Offline-Quellen in gewisser Weise ja schon ein Paradox. Das Wissen sollte doch längst, sozial medialisiert und wenn nötig auf Tweet-Größe zurechtgeschnitten, seinen Weg zu uns zeitlich beanspruchten Lesern finden. Ist auch oft so. Ein schönes Beispiel ist dieser talential-Blog. Bei weitem aber nicht alle Analysen und Detailarbeiten zum Employer Branding, sind online verfügbar. Autoren und Forscher sind mit der Verbreitung ihrer Arbeit berechtigterweise schon mal kleinlich. Außerdem benötigen komplexe Sachverhalte manchmal mehr Platz als drei Youtube-Minuten. Im Hirn und auch dafür, wie sie präsentiert werden. Dafür darf es dann auch mal mehr Leseaufwand sein als für ein Executive Summary oder einen Folienstapel.

Buch macht klug

Eine gute Buchlektüre bietet uns so gut wie immer eine weitaus tiefere Darstellung der Zusammenhänge von Markenmanagement und Arbeit als es in der Regel Online-Beiträgen möglich ist. Oft findet sich auch ein fundierte Einbettung in breitere Themenkontexte. Außerdem macht es ein Buch für jeden möglich, ganz individuell in die Diskussion zur Arbeitgebermarkenführung einzusteigen – je nach Wissensstand zu Markenführung bzw. Personalmanagement und im eigenen Tempo. Das ist eine schöne Abwechslung zur Unter- oder Überforderung in Vorträgen, Seminaren oder Workshops. Schließlich liegt mit jedem Buch auch eine Art „How-To-Guide“ vor, den man immer wieder für neue Ideen oder bewährte Praktiken heranziehen kann. Nicht jedes Buch rechtfertigt dabei zwar seinen vollen Seitenumfang, einige wichtige sind aber erwähnenswert und solche wollen wir vorstellen. Wo es passt, kommen auch kürzere Artikel zur Sprache.

Gruppieren lassen sich die Erscheinungen zu Employer Branding in drei Kategorien.

  1. Die Klassiker:
    Nicht (nur) für wissenschaftshistorisch Interessierte, sondern besonders für ein besseres Verständnis der initialen Übertragung der Markenidee auf das Human Ressource Management und die Rekrutierung sind diese frühen Werke relevant.
  2. Die theoretisch-konzeptionellen Arbeiten:
    Wer sich für den theoretischen Unterbau, konzeptionelle Hintergründe und Modelle der Arbeitgebermarkenführung interessiert, wird hier fündig.
  3. Die praxisorientierten Veröffentlichungen:
    Wer heilt hat Recht und good practice ist schon oft ein guter Lehrmeister gewesen. Fallstudien und Analysen besonderer Anwendungsgebiete von Employer Branding kommen dort zur Sprache. Sie sind stets ein Produkt ganz konkreter Zeiten und (krisenbedingter) Umstände.

Fortsetzung folgt

In den nächsten Blog-Folgen werden für jede Kategorie ausgewählte Werke vorgestellt. Wir analysieren, was drin ist (Inhalt und Erkenntniswert), wie trocken oder eingängig die Lektüre ist (Stil) und schließlich, für wen das Buch geeignet ist und zu welchem Zweck (Nutzen). Um auf dem neuesten Stand zu bleiben stellen wir außerdem in loser Folge Neuerscheinungen auf den Prüfstand.

In der Reihe „Lesestoff zu Employer Branding“ kommentieren wir Literatur zum Arbeitgebermarkenführung um die Leseauswahl zu erleichtern. Keinesfalls kann diese Sammlung allumfassend sein, nicht zuletzt auch dadurch dass vorwiegend deutsch und englischsprachige Quellen darin vorkommen. Ergänzungen und Vorschläge sind jederzeit willkommen. Wenn Sie also ein Buch besonders beeindruckt hat, und hier noch fehlt, lassen Sie es uns wissen.

Zum Autor

Dr. Christoph Stritzke

studierte BWL und Kulturwissenschaften an der Universität Mannheim und der University of New South Wales (Sydney). 2009 promovierte er berufsbegleitend an der Universität Mannheim im Personalmarketing.

Im Management der Fakultät BWL der Universität Mannheim übernahm er die Einführung der hochschuleigenen Auswahlverfahren, der Bachelor-Studiengänge, sowie die Einrichtung von Unternehmens- und Hochschulkooperationen. Daneben war er mehrere Jahre als Dozent für Personalwesen sowie Marketing und Vertrieb an der Berufsakademie Mannheim tätig.

Danach und bis Anfang 2010 war er im globalen Kompetenzzentrum Human Resources der BASF SE in Ludwigshafen beschäftigt, zunächst für HR Strategy & Future Development und zuletzt verantwortlich für Employer Branding und Bewerbermarktkommunikation in Europa.

Christoph Stritzke berät Unternehmen freiberuflich zu Employer Branding, Recruiting und Social Media. In seinem Buch “Marktorientiertes Personalmanagement durch Employer Branding” (Gabler Verlag) entwirft er ein Gestaltungs- und Wirkungsmodell für Employer Branding, für das er Fallstudien in elf Unternehmen durchführte. Für talential.com kommentiert in loser Folge neuere Entwicklungen zu Employer Branding, Recruiting und HRM.